Schlagwort: Übungsbetrieb

Neue Podcastfolge “Übungsbetrieb in verständlichem Deutsch”

Nach der ersten Folge unseres Videopodcasts „L²P in verständlichem Deutsch“ ist nach einigen technischen Komplikationen nun auch die zweite Folge fertig gestellt: „Übungsbetrieb in verständlichem Deutsch“.
Diese gibt Studierenden eine Einführung in die wichtigsten Funktionen des L²P-Übungsbetriebs: Übungen bearbeiten, herunter- und hochladen, Lösung (als Gruppe) abgeben, Feedback und Korrektur der Übungen.

Anders als unsere erste Podcastfolge ist diese nicht nur im Common-Craft-Stil gehalten, sondern enthält auch Screencast-Elemente (Aufzeichnungen von Bildschirmabläufen), um den Zuschauerinnen und Zuschauern die einzelnen Funktionen noch besser darlegen zu können. Leider tauchten beim Zusammenfügen der verschiedenen Elemente (Fotos, Screencast, Audio) mit der Software Adobe Captivate einige Schwierigkeiten auf, so dass wir in Zukunft andere Lösungsansätze ausprobieren werden.

Zum Anschauen des Videos einfach auf das Bild klicken. Hier noch der Link zum Lehr- und Lernportal L²P. Dort kann man sich in der Hilfe unter “Videotutorials” ebenfalls das Video anschauen. Nun viel Spaß beim Anschauen. Wir freuen uns über Ihr/Euer Feedback!

Beispiel einer Blended-Learning-Vorlesung mit L²P

Die RWTH-Lehrveranstaltung „eLearning (V3+Ü2)“ besteht aus einer wöchentlich zweimal stattfindenden Präsenzveranstaltung, an welcher die Studierenden aus Sicht der Lehrenden regelmäßig teilnehmen sollten. Die Anwesenheit der Studierenden wird nicht per Anwesenheitsliste oder anderweitig überprüft. Es wird lediglich zu Beginn der Veranstaltung darauf hingewiesen, dass die Anwesenheit sowie eine aktive Teilnahme erwartet werden.

Um die Studierenden frühzeitig auf den parallel bereitgestellten L²P-Lernraum aufmerksam zu machen und um ihre Vorkenntnisse in Bezug auf eLearning in Erfahrung zu bringen bzw. diese Vorkenntnisse zu aktivieren, wird eine Woche vor der ersten Vorlesung eine Umfrage in L²P veröffentlicht.

Der Dozent versendet zeitgleich mit der Freischaltung der Umfrage eine Willkommensemail an alle Studierenden, in welcher er die Veranstaltungsteilnehmer begrüßt, sie zur Teilnahme an der Umfrage auffordert, das didaktische Konzept der Veranstaltung mit aktiver Teilnahme kurz erläutert, auf die erste Übung hinweist und sie darum bittet, sich über eine persönliche Wiki-Seite im Gemeinsamen Bereich des L²P-Lernraums vorzustellen. Die persönlichen Wiki-Seiten sollen dazu führen, dass die Studierenden sich schneller kennenlernen können und dadurch Kommunikation und Kollaboration einfach initiiert werden kann.

Ca. zwei Tage vor dem ersten Treffen wird von einer Betreuungsperson eine weitere Email als Erinnerung an die Studierenden verschickt, da beim ersten Anlauf leider häufig nicht alle Studierende reagieren (sichtbar anhand der Anzahl der Umfrageteilnehmer und Zugriffsstatistiken). Durch die Erinnerungsemail kann eine hohe Teilnahmequote an der Umfrage als auch eine recht hohe Zahl der freiwillig erstellten persönlichen Wiki-Seiten erreicht werden. Auf die Ergebnisse der Umfrage wird im Rahmen der ersten Vorlesungstermine insofern eingegangen, als dass neben organisatorischen Dingen die Definitionen von eLearning mit den Studierenden besprochen werden.

Während fast jeder Vorlesungseinheit werden die Studierenden vom Dozenten immer wieder aktiv eingebunden, um passiver Lernhaltung vorzubeugen. Zum einen werden regelmäßig Mitdenk-Fragen an alle Studierenden gestellt. Jeweils ein Student bzw. eine Studentin muss seine/ihre Gedanken zur Frage laut formulieren. Damit klar ist wer antworten soll, wird ein kleines Spielzeug-Gehirn nach jeder Antwort von Student-zu-Student weitergereicht. Immer derjenige, der das Gehirn in der Hand hält, wird vom Dozenten aufgefordert als erstes die Frage zu beantworten. In der Regel werden weitere Meinungen mit der Weitergabe des Gehirns eingeholt. Dieser Ansatz sorgt dafür, dass  alle aktiv mitarbeiten und nicht immer nur wenige. Zum anderen werden zu geeigneten Themen kleine 5-minuten-Übungen durchgeführt, die dann kurz in Gruppen bearbeitet und abschließend auszugsweise mit allen Studierenden diskutiert werden. Die Nutzung des Gehirns wurde dieses Semester jedoch nach ein paar Terminen eingestellt, da die Teilnehmenden angaben, dass diese Methode eher für Jüngere geeignet sei. ;)

Wie jeder Vorlesungstermin bei den Studierenden angekommen ist, wird zudem analysiert bzw. anonym evaluiert. An jedem Termin werden One-Minute-Paper, kleine Papierschnipsel auf denen immer die gleichen vier Fragen (Vorder- und Rückseite jeweils zwei Fragen) stehen, verteilt.

Jeder Teilnehmer bzw. jede Teilnehmerin beantwortet die Fragen in Stichworten in der letzten Minute der Vorlesungszeit. Jeweils ein Studierender pro Termin hat die Aufgabe, die ausgefüllten One-Minute-Paper am Ende der Vorlesung einzusammeln und eine Wiki-Seite gemäß einer Vorlage im L²P-Lernraum zu erstellen, welche alle eingesammelten Stichworte pro Frage zusammengefasst und unter Angabe der Nennungshäufigkeit darstellt. Für diesen Zweck wird vorab eine Vorlage im Wiki-Bereich des L²P-Lernraums bereitgestellt.

Der Dozent geht am Anfang des Folgetermins kurz auf die Feedbacks ein und nutzt dies, um an die Inhalte der vorherigen Stunde anzuknüpfen, offene Fragen zu klären, und durch Rückfragen an die Studierenden aktiv in die anstehende Stunde einzusteigen.

Zusätzlich zu den Informationen in der Vorlesung gibt es zahlreiche Lernmaterialien, die im Lernportal L²P bereitgestellt und in einer verlinkten Lernmatrix dargestellt werden. Zu jedem Vorlesungstermin können die Studierenden die Folien des Vortrags sowie eine Vortragsaufzeichnung (eLecture) herunterladen bzw. online betrachten (Eine Auswahl dieser eLectures kann übrigens über iTunesU heruntergeladen werden). Weiterhin werden pro Themenkomplex relevante Links genannt sowie Literatur in der L²P-Literaturliste zur Verfügung gestellt, die teilweise auch auf digitalisierte Aufsätze verwiesen.

Neben der Vorlesung und den genannten Lernmaterialien gibt es einen Übungsbetrieb, durch welchen die Studierenden die in der Vorlesung vorgestellten Theorien und Konzepte praktisch und projektbasiert anwenden können. Auch hier wird die aktive Teilnahme der Studierenden gefordert. Der Übungsbetrieb wird online durch den L²P-Übungsbetrieb unterstützt. Alle ein oder zwei Wochen werden neue Übungsblätter online veröffentlicht. Die von den Studierenden meist in Teams eingereichten Lösungen zu Übungsaufgaben werden benotet und samt umfangreichem, informativem Feedback zurückgegeben. Über ein paar Klicks können alle Übungen mit einer eindeutigen Übungsgruppen-ID versehen ausgedruckt werden. Die Korrekturen erfolgen handschriftlich, werden anschließend eingescannt und dann den Studierenden automatisiert zugestellt. Für die Verwaltung der Noten wird zurzeit das Bewertungsmodul von L²P im Pilotbetrieb getestet, welches eng mit dem L²P-Übungsbetrieb verzahnt ist.

Die Abschlussevaluation der Veranstaltung wird – wie alle RWTH-Veranstaltungen – über EvaSys-Fragebögen durchgeführt, die den Studierenden Mitte des Semester zur Verfügung gestellt und zentral ausgewertet werden.

Bewertung studentischer Aktivitäten in L²P – Pilotnutzer gesucht!

Möchten Sie studentische Ergebnisse zu Übungsaufgaben, Anwesenheit und anderen Aktivitäten sowie zugehörige Bewertungsregeln zentral verwalten und den Studierenden eine personalisierte Einsicht in ihren Leistungsstand gewähren? Dann verwenden Sie unser Bewertungsmodul als Pilotnutzer in Ihrem L²P-Lernraum!

Mit dem Ziel das Modul in Zukunft für alle Lehrveranstaltungen anbieten zu können, sind wir auf der Suche nach Pilotnutzern, die bereits jetzt die Bewertungsmöglichkeiten in L²P in einer Lehrveranstaltung einsetzen und testen möchten. Interessenten stellen wir das Modul und seine Möglichkeiten am Donnerstag dem 08.04. um 10:00 Uhr in unserem Seminarraum vor. Bitte senden Sie eine E-Mail mit Ihrem Namen, Ihrer E-Mail Adresse und dem Namen der Schulung “Bewertung studentischer Aktivitäten in L²P” an info@cil.rwth-aachen.de, um sich für die Teilnahme zu registrieren.

Im Wintersemester 2009/10 wurde der Prototyp des neuen Bewertungsmoduls für L²P bereits in mehreren RWTH-Veranstaltungen getestet. Das Modul ermöglicht die Definition von bewerteten Aktivitäten (z.B. Übungsaufgaben, Anwesenheit oder Termine zum Vorrechnen) und Bewertungsregeln. Hieraus lassen sich Kriterien konstruieren, welche die Studierenden erfüllen müssen, um eine Prüfungszulassung, einen Leistungs-/Teilnahmenachweis o.ä. zu erreichen. Beispiele für derartige Kriterien sind folgende:

  • Um an der Modulabschlussprüfung teilnehmen zu dürfen, müssen die Studierenden mindestens 65% der maximalen Übungspunkte erreichen, zwei Aufgaben in der Präsenzübung vorrechnen und die Probeklausur mit ausreichend oder besser bestehen.
  • Der Teilnahmenachweis für ein Seminar wird erreicht, wenn die Studierenden zu allen bis auf maximal zwei Terminen anwesend waren und außerdem ein  Referat gehalten haben. Reichen sie zusätzlich eine Hausarbeit ein, die mit mindestens 4,0 bewertet wird, erhalten sie einen Leistungsnachweis.

Für die einzelnen Studierenden können die konkreten Ergebnisse in einer zugehörigen Tabelle von Lehrenden verwaltet werden.

Die Studierenden selbst sehen eine personalisierte Ansicht ihrer eigenen Ergebnisse und ihrer Bewertung bzgl. der Kriterien.

In diesem Semester soll nun insbesondere die Anbindung externer Systeme getestet und ausgebaut werden. So ist es nun möglich, bestehende Informationen automatisch zu importieren, um nicht alles von Hand eingeben zu müssen. Es können bereits Information aus dem L²P-Übungsbetrieb und die CAMPUS-Veranstaltungstermine importiert werden. Außerdem ist der Import und Export von Tabellen als CSV-Datei (Microsoft Excel, OpenOffice.org Calc, Numbers) möglich. Haben Sie weitere Quellen bereits vorhandener Daten? Dies können z.B. auch vorliegende Bewertungen in anderen Systemen als L²P sein. Denkbar wäre auch eine automatische Übermittlung von Messwerten aus einem Praktikum, die in einer Bewertungsregel verwendet werden.

Haben Sie ganz spezielle Bewertungsregeln oder spezifische Systeme, die eingebunden werden sollten, dann können Sie wir dies im Rahmen der Pilotphase bereits testen bzw. vorbereiten. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Leseempfehlungen zu L²P, Übungsbetrieb, eLearning-Didaktik und Zugriffsstatistiken

Die neuesten Beiträge des eLearning-Blogs der Philosophischen Fakultät sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

Andreas Braun, Lehrbeauftragter und Mitarbeiter des L²P Teams des Instituts für Soziologie, stellte mitte vergangener Woche in seinem Beitrag “L²P-Übungsbetrieb für Geistes- und Sozialwissenschaften” Szenarien und Vorteile der Nutzung des L²P-Übungsbetrieb vor, die auch außerhalb der Geistes- und Sozialwissenschaften von Interesse sind.

Am Montag verwies dann Christoph Wenzel, Ansprechpartner der Koordinationsstelle E-Learning an der Philosophischen Fakultät, auf ausführliche Handreichungen zu “Didaktischen Modellen des E-Learnings“, die von Lars Bücken vom Lehrerbildungszentrum der RWTH freundlichweise für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden.

Den neuesten Beitrag verfasste gestern Andres Leißner, der am 28.10. Teilnehmer der CiL-Veranstaltung “Lernraum und Lernmaterial mit Hilfe von Zugriffsstatistiken beobachten, analysieren und angemessene Schlüsse ziehen” war. Er gibt eine guten, ausführlichen Überblick und auch kritische Hintergrundinformationen zum aktuellen Stand der neuen “Zugriffststatistiken in L²P“. Ebenfalls sehr lesenswert!

Workshop zu eAssessment, Frage- und Testdesign

Im ganztägigen Workshop zum Thema “eAssessment” am Mi, den 21.10. , sind noch einige Plätze frei! eAssessments zu entwickeln ist nicht einfach, da das Testdesign genau auf den jeweiligen Zweck zugeschnitten sein muss. Die Grundregeln des Frage- und Testdesigns sollten beachtet werden, um auch wirklich die zuvor definierten Lernziele abzufragen und nicht unbeabsichtigt Stolperfallen für die Studierenden zu stellen. Der Workshop richtet sich an Lehrende, die daran beteiligt sind, Übungsaufgaben, eTests oder Klausuren zu entwickeln sowie elektronisch unterstützte Übungsbetriebe zu betreuen. Wenn Sie sich zur Teilnahme anmelden möchten, schreiben Sie einfach eine formlose E-Mail an info@cil.rwth-aachen.de.

eLearning 2009 Tagungsbände online verfügbar

Auch dieses Jahr waren CiL und LuFGi9 wieder auf der DeLFI, der 7. eLearning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatik (DeLFi09), mit mehreren eigenen Beiträgen vertreten. Die Konferenz fand vom 14. bis 17. September gemeinsam mit der 14. europäischen Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW09) an der Freien Universität Berlin statt. Beide Tagungen ergänzten sich wunderbar und waren hervorragend organisiert! Während auf der GMW eher pädagogische und didaktische Aspekte des mediengestützten Lernens betrachtet wurden, fokussierte die DeLFI stärker technische Perspektiven. Es freut uns, dass alle Tagungsbände bereits im Volltext als PDF zum Download zur Verfügung stehen:

Die RWTH Aachen war auf der Konferenz mit einer Vielzahl von Beiträgen zum Thema eLearning vertreten: Im Rahmen des 3. Workshop E-Learning 2.0: “Web 2.0 and Social Software in Technology enhanced Learning“, der von Prof. Dr. Ulrik Schroeder mitorganisiert wurde, erörterten Mostafa Akbari, Georg Böhm und Prof. Dr. Ulrik Schroeder die “Unterstützung der Präsenzlehre in Blended Learning Szenarien mittels Microblogging”.

Zeitlich parallel berichteten Anna Lea Dyckhoff und Daniel Herding im Workshop „eLectures 2009 – Anwendungen, Erfahrungen und Forschungsperspektiven“ über ihre Erfahrungen mit dem Einsatz von “eLectures im Kontext eines Peerteaching-Kolloquiums”.

Weitere Veröffentlichungen im Rahmen der DelFI 2009 waren die Beiträge “Programmierungslehrveranstaltung unter der Lupe” von Eva Altenbernd-Giani, Prof. Dr. Ulrik Schroeder und Mostafa Akbari, “Feedback mit einem webbasierten Übungsbetrieb” von Patrick Stalljohann, Eva Altenbernd-Giani, Anna Dyckhoff, Dr. Philipp Rohde und Prof. Dr. Ulrik Schroeder sowie der Vortrag “Immer dazwischen – Offene Umgebungen für das lebenslange Lernen” von Dr. Ralf Klamma.

Bewertungsvarianten im L²P Übungsbetrieb

In vielen Veranstaltungen werden den Studierenden begleitende Übungsaufgaben gestellt. Das Ziel der Übungsbearbeitung ist häufig das Erreichen von Übungspunkten. Aus diesem Grund war es seit der Entstehung des L²P Übungsbetriebs möglich, maximal erreichbare Punkte für eine Übung zu definieren und Lösungen von Studierenden durch die Vergabe von Punkten zu bewerten. In vielen Szenarien konnte die Umsetzung das gewünschte Verhalten bereits abbilden. Andere Szenarien konnten jedoch nur umständlich oder gar nicht unterstützt werden. Aus diesen Gründen haben wir die Möglichkeiten zur Bewertung von Lösungen nach Anforderungen mehrer Nutzer überarbeitet.

Zu den Anforderungen gehörten zum Beispiel, die Vergabe von Schulnoten wie sehr gut (1,0) oder gut (2,3), die Unterscheidung zwischen “bestandenen” und “nicht bestandenen” Aufgaben oder die Verwaltung von Aufgaben ohne Bewertungen. Die Erweiterung der Bewertung durch Punkte um Bonuspunkte und weitere spezielle Anforderungen wurden uns ebenfalls genannt. Diese Szenarien können nun wie folgt mit dem L²P Übungsbetrieb unterstützt werden, in dem die entsprechenden Optionen auf der Einstellungsseite des Übungsbetriebs ausgewählt werden.

Bewertung durch Punkte:

Nach wie vor wird die Bewertung durch Punkte unterstützt. Bei der Definition der einzelnen Aufgaben einer Übung werden die jeweils erreichbaren Maximalpunktzahlen angegeben, wobei es nun möglich ist, Bonuspunkte explizit anzugeben (siehe Abbildung 1). In der Ansicht (siehe Abbildung 2) werden die Maximalpunktzahlen dann automatisch aufsummiert und Bonuspunkte durch ein * kenntlich gemacht. Die neue Möglichkeit einen optionalen Schwierigkeitsgrad festzulegen hat nur indirekt etwas mit der Bewertung zu tun. Sie kann aber für die Selbsteinschätzung nach einer Bewertung hilfreich sein.

Aufgabendefinition mit Punkten

Abbildung1: Aufgabendefinition mit Punkten

Aufgaben einer Übung mit Punkten

Abbildung 2: Aufgaben einer Übung mit Punkten

Bei der Bearbeitung einer Korrektur können die konkreten Punkte zu einer Lösung vergeben werden. Sind die Punkte zu allen Aufgaben definiert wird auch hier die Summe der Punkte für die gesamte Lösung automatisch berechnet (siehe Abbildung 3). In manchen Szenarien werden auf Grund komplexer Bonuspunktregelungen nur ein Teil der Lösungen bewertet. Z.B. werden von vier Aufgaben nur die besten zwei Bearbeitungen zur Bereichnung Gesamtpunktzahl der Lösung einbezogen. Durch die Angabe der von der Wertung auszunehmenden Aufgaben können die erreichten Punkte weiterhin als Feedback angegeben aber nicht für Gesamtbewertung  genutzt werden (siehe Abbildung 4).

Punkte zu einer Lösung

Abbildung 3: Punkte zu einer Lösung

Lösungspunkt mit Ausnahmen

Abbildung 4: Lösungspunkt mit Ausnahmen

Bewertung durch Noten:

Aufgaben einer Übung ohne Maximalpunktzahlen

Abbildung 5: Aufgaben einer Übung ohne Maximalpunktzahlen

Eine neue Art der Bewertung im L²P Übungsbetrieb ist die Vergabe von Noten. Da die Skalar der erreichbaren Bewertungen durch die benannten Notenstufen (“ausgezeichnet (0,7)”, “sehr gut (1,0)”, …, “mangelhaft (5,0)”) bereits vorgegeben ist, sind bei der Aufgabendefinition zu einer Übung keiner weiteren Angaben nötig (siehe Abbildung 5).

Bei der konkreten Bewertung einer Lösung kann dann bequem aus den vorgegebenen Notenstufen gewählt werden (siehe Abbildung 6). Im Gegensatz zu der Bewertung mit Punkten wird die Gesamtbewertung einer Lösung jedoch zunächst nicht automatisch ermittelt, sondern kann separat angegeben werden. Wird die Gesamtbewertung nicht definiert kann beim Abschluss der Korrektur ein freundlich gerundeter Mittelwert der Teilnoten als automatisch als Gesamtergebnis eingetragen werden.

Lösung benoten

Abbildung 6: Lösung benoten

Bewertung durch Bestanden/Nicht-Bestanden:

In manchen Fällen ist ein feingranulare Bewertung nicht erwünscht. Aus diesem Grund ist auch eine grobe Unterscheidung zwischen “bestandenden” und “nicht bestandenen” Aufgaben möglich (siehe Abbildung 7). Wie auch bei der Bewertung durch Noten ist die Bewertungskalar damit bekannt und muss nicht bei der Definition der Aufgaben spezifiziert werden (vgl. Abbildung 5). Ebenso verhällt sich die Auswahl der vordefinierten Werte, die explizite Angabe der Gesamtbewertung einer Lösung und die automatische Berechnung des Mittelwerts bei Korrekturabschluss.

Eine bewertete Lösung

Abbildung 7: Eine bewertete Lösung

Keine Bewertung:
Mit der letztmöglichen Einstellung kann die Bewertungsfunktionalität des L²P Übungsbetrieb deaktiviert werden. Sollten Sie nicht verpflichtende Aufgaben bereitstellen, die u. U. gar nicht korrigiert werden oder z.B. nur in einem Seminar besprochen werden, können Sie auf diese Weise die Anzeige überflüssiger Metadaten vermeiden.

Insgesamt sind nun also verschiedene Bewertungsszenarien abbildbar. Können Sie Ihr Szenario noch nicht abbilden? Dann schildern Sie uns Ihre Bedürfnisse.

Update: Übungsbetrieb Version 2.0 steht ab sofort zur Verfügung

Wie auch in den vorherigen zwei Semestern können L²P Lernräume im Sommersemester 2009 auf Wunsch durch ein Modul zur Unterstützung vorlesungsbegleitender Übungen sowie Seminar- oder Projektaufgaben ergänzt werden.

Die zeitlich gesteuerte Veröffentlichung von Übungsblättern und Musterlösungen, die Entgegennahme studentischer Lösungen und die Verwaltung der erreichten Punkte können auch in diesem Semester wieder verwendet werden. Neben diesen und anderen bereits erprobten Funktionen gibt es einige Neuerungen für das aktuelle Semester. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Ordner der Lösungs- und Korrekturdokumente können direkt als Webordner in einen Dateimanager integriert werden.
  • Studierende können Anforderungen zu Hilfestellungen direkt an den Tutor senden.
  • Die Punktetabelle kann im CSV-Format exportiert und z.B. direkt in Excel weiter bearbeitet werden.

Diese und andere Funktionen sowie  Einsatzszenarien zur Verwendung des Moduls werden in einer Schulung zum L²P Übungsbetrieb am 20.03. vorgestellt. Diese Schulung empfehle ich sowohl Neueinsteigern als auch “Alten Hasen” des L²P Übungsbetriebs.

Zweite Pilotphase für das L²P-Übungsbetriebmodul beginnt

In vielen Lehrveranstaltungen werden Übungen ausgeteilt oder zum Download angeboten, die von den Studierenden alleine oder in Gruppen bearbeitet werden. Oft werden mehrere Übungsaufgaben auf einem Übungsblatt zusammengefasst. Ein L²P-Modul soll die Phasen: Erstellen und Verteilen von Übungsblättern, Bearbeitung durch Studierende, Einsammeln von (Gruppen-)Lösungen, Korrektur, Bewertung und Punkteverwaltung sowie die Rückgabe der Korrektur und Vermittlung von Feedback unterstützen.

Ubungsbetrieb

Ubungsbetrieb

Mit dem kommenden Wintersemester WS08/09 startet die zweite Pilotphase. In einige Veranstaltungen der RWTH kommt die seit 2007 entwickelte Übungsbetrieb-Komponente zum Einsatz und wird auf Herz und Nieren getestet, damit sie voraussichtlich im SS09 für die gesamte RWTH zur Verfügung gestellt werden kann.

Das Konzept des L²P-Übungsbetriebs wurde im Hinblick auf Integration und Flexibilität gestaltet und birgt zudem einige Neuheiten gegenüber anderen auf dem Markt vorhandenen Systemen: wie z.B. die Möglichkeit für die Studierenden, flexibel Lernteams zu bilden, oder, dass Tutoren Studierenden schon während des Übungsbearbeitungsprozesses direktes Feedback geben können.

Genaueres zum Konzept kann in den im September herausgegebenen Publikationen zum Übungsbetrieb nachgelesen werden:

  • A. Dyckhoff, Ph. Rohde, U. Schroeder, P. Stalljohann: Integriertes Übungsbetriebmodul im Rahmen eines hochschulweiten eLearning-Portals. In: S. Seehusen, U. Lucke, S. Fischer (Eds.), Proceedings of the 6. eLearning Fachtagung Informatik (DeLFI 2008), Sep 2008, p. 185-196.
  • A. Dyckhoff, Ph. Rohde, P. Stalljohann: An integrated web-based exercise module. In: V. Uskov (Ed.), Proceedings of the 11th IASTED International Conference on Computers and Advanced Technology in Education (CATE 2008), Sep 2008.

RWTH-Lehrende können am Pilotbetrieb teilnehmen, indem sie eine formlose Mail an elearning@rwth-aachen.de schicken.