Schlagwort: microblogging

Rückblick auf die (Micro-)Blogging-Schulung

Am 30. April fand im SuperC der RWTH Aachen unsere Schulung zu (Micro-)Blogging in der Lehre statt. Petra Pointner vom Sprachenzentrum und Mostafa Akbari vom Lehr- und Forschungsgebiet Informatik 9 stellten den etwa 20 Teilnehmenden in der Praxis erfolgreich erprobte Lehrszenarien vor, in denen unterschiedliche Microblogging-Systeme zum Einsatz kamen.

Während der Veranstaltung hatten die SchulungsteilnehmerInnen die Möglichkeit, über das System CoDaCo selbst sogenannte Tweets zu verschicken, die auf einer eigens dafür vorgesehenen Leinwand zu sehen waren:

Petra Pointner entdeckte 2009 im Rahmen der IATEFL-Konferenz das Microblogging-System Twitter für sich und begann, es in verschiedenen Englischkursen an der RWTH Aachen einzusetzen. Als wesentliche Vorteile stellten sich die Aktualität und die Möglichkeit der internationalen Vernetzung heraus. So ließen sich in Lehrveranstaltungen bei der Diskussion tagesaktueller Themen wie der Finanzkrise in Griechenland über Twitter auf einfache Weise auch die Meinungen Betroffener einholen, die live in die Diskussion mit einbezogen werden konnten und weitere Perspektiven auf das Thema aufzeigten. Mit Blick auf das Erlernen einer Fremdsprache können sich Studierende zudem sehr viel leichter idiomatische Ausdrücke aneignen. Ausführlich stellte Petra Pointner die verschiedenen Lehrszenarien auch auf der diesjährigen IATEFL-Konferenz vor, wie in diesen Videos zu sehen ist.

Mostafa Akbari stellte das System CoDaCo vor, das an verschiedenen Universitäten in großen Lehrveranstaltungen eingesetzt wird, um in diesen oft statischen Veranstaltungen mehr Kommunikation und Interaktion anzuregen. Dabei können die Studierenden während der Vorlesung via Handy, Laptop oder Netbook Fragen, Probleme, Kommentare etc. an das System senden. Die gesendeten Nachrichten werden für alle sichtbar auf einer eigenen Leinwand angezeigt. Zusätzlich sichtet ein Mitarbeiter die wichtigsten Fragen und bringt sie aktiv in die Veranstaltung ein. In diesem Szenario fiel es den Studierenden deutlich leichter sich zu beteiligen.

Fazit der Veranstaltung

Die Vorträge waren gerade aufgrund des Enthusiasmus von Petra Pointner und der praktischen Ausrichtung wirklich interessant. Gerade die Bildung von Netzwerken mit Menschen aus aller Welt, die neue, realitätsnahe Perspektiven auf aktuelle Problemstellungen eröffnen können, fand Anklang. Vor allem Projektaufgaben zu tagesaktuellen Themen könnten hiervon profitieren.

Allerdings litt die Veranstaltung unter Zeitnot, weshalb kein Raum mehr blieb für praktische Übungen. Auch die eigens dafür eingerichtete Twitterwall während der Schulung einzubinden, geriet etwas in Vergessenheit, so dass der Sinn dieser Einrichtung nicht deutlich wurde. Generell wurden Bedenken geäußert, ob eine solche zusätzliche Leinwand und das Verschicken von Nachrichten nicht eher ablenken. Problematisch erschien auch die Offenheit des Mediums. Nicht alle Studierenden wollen sich exponieren und weltweit lesbare Nachrichten verschicken. Je nach Veranstaltungszenario ist der Einsatz alternativer Technologien, wie die Nutzung geschützter Foren eines vorhandenen Lernmanagementsystems, möglicherweise erfolgreicher. Die didaktische und personelle Situation sollte daher vorrangig bestimmen, welche technologische Unterstützung gewählt wird.

Twittert mit uns im Microblogging-Workshop!

Morgen findet im Rahmen des CiL-Schulungs- und des CDS-Veranstaltungsprogramms ein spannender Workshop statt: Aktivierung von Studierenden mit (Micro-)Blogging-Anwendungen (15:30-17:00 Uhr), den Sie zum Teil auch online mitverfolgen können. Während des Workshops befassen wir uns mit Einsatzmöglichkeiten von Weblogs und Microblogs (z.B: Twitter) in der Lehre. Um gleich auch praktische Erfahrungen sammeln zu können, werden wir – neben den Präsentationen von Petra Pointner und Mostafa Akbari – auch eine Twitterwall an die Wand projizieren (so zumindest der aktuelle Plan).

Hierfür können wir das im Rahmen der Forschung von Mostafa Akbari entwickelte Tool “CoDaCo” einsetzen. CaDaCo sammelt Beiträge aus Twitter, die zu bestimmten Themen (Hashtags, wie z.B. #cilworkshop oder #cilws) geschrieben wurden. Während der Live-Veranstaltung kann über einen Beamer eine Übersicht (Twitterwall, siehe Abbildung) der aktuellen Tweets eingeblendet werden, wobei Fragen gesondert herausgefiltert und in eine eigene Spalte (rechts) einsortiert werden. Sowohl Teilnehmer/innen, die über einen Twitteraccount verfügen als auch Teilnehmer/innen, die noch keinen Account haben, können Kurzbeiträge (mit ca. 140 Zeichen) veröffentlichen. Für diesen Zweck gibt es zwei Ansichten: eine Web-Ansicht und eine Mobile-Ansicht für die Nutzung mit Mobilfunkgeräten.

Wir freuen uns, dass auch Teilnehmer/innen “von außen” an der Veranstaltung teilnehmen möchten! Sie können auch jetzt schon gerne Beiträge posten und dabei z.B. Fragen an Frau Pointner und Herr Akbari stellen. Nutzen Sie einfach die verlinkten Seiten oder verwenden Sie bei Nutzung Ihrer Twitter-Accounts die Hashtags #cilworkshop oder #cilws:

Noch Plätze frei im Microblogging-Workshop!

Wir möchten Sie auf die CDS-Veranstaltung zum Thema „Aktivierung von Studierenden mit (Micro-)Blogging-Anwendungen“ am Freitag, den 30.04.2010 von 15:30 bis 17:00 Uhr, aufmerksam machen.

In dieser interaktiven Schulung werden zunächst kurz die Begrifflichkeiten des Bloggens dargestellt und daran anschließend Einsatzmöglichkeiten von Weblogs und Microblogs (z.B: Twitter) in der Lehre aufgezeigt. Herr Mostafa Akbari (Lehr- und Forschungsgebiet Informatik 9) und Frau Petra Pointner (Sprachenzentrum) werden berichten wie sie ihre Lehrszenarien an der RWTH mit dem Einsatz von Twitter und ähnlichen Werkzeugen gestalten und über ihre Erfahrungen reflektieren. Im Anschluss daran werden Aspekte der praktischen Umsetzung dargestellt und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beispielhaft erprobt sowie diskutiert.

Diese Veranstaltung ist für Lehrende und ForscherInnen auch daher interessant, weil zu beobachten ist, dass Web 2.0-Tools, wie Twitter, nicht nur in der Lehre, sondern auch auf Konferenzen zum Einsatz kommen, um Netzwerke mit anderen Wissenschaftlern knüpfen zu können. Sowohl Herr Akbari also auch Frau Pointner werden Ihnen über Ihre persönlichen Konferenz-Erfahrungen mit Twitter berichten.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie hier unter Veranstaltungen > Aktivierung von Studierenden mit (Micro-)Blogging-Anwendungen.

Als Vorgeschmack zum Workshop empfehlen wir Ihnen die folgenden aktuellen Videoaufzeichnungen:

Terminänderung: (Micro-)Blogging in der Lehre

Bitte beachten Sie folgende Terminänderung in unserem Veranstaltungsprogramm: Der Workshop “Einsatz von (Micro-) Blogging in der Lehre” findet nun am Donnerstag, den 3.12.2009 von 9:30 Uhr bis 12 Uhr statt. Es sind übrigens noch Plätze frei!

Lust zu twittern?

Hast Du schon von Twitter gehört oder willst Du wissen was Twitter ist?

Die EDUCAUSE Learning Initiative hat einen Beitrag über Twitter herausgebracht: 7 Things You Should Know About Twitter. Hier wird Twitter im Hochschulkontext betrachtet. Der Beitrag wird mit einem Szenario aus der verteilten wissenschaftlichen Arbeit eingeleitet, bevor sieben Fragen zu Twitter beantwortet werden. Mit Hilfe der Fragen wird Twitter und dessen Einsatz im eLearning erklärt.

Wer keine Lust hat zu lesen kann sich auch erst einmal dieses Video über Twitter anschauen. Aber das richtige Verständnis für den Nutzen kommt mit den Berichten rüber.

CommonCraft Video “Twitter in plain english”

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ddO9idmax0o]

Im WIRED Magazine ist ebenso ein passender Artikel über Twitter, welcher genial ist. Der Artikel von Clive Thompson beschreibt sehr gut was twittern bedeutet. Es ist keine Erklärung der Anwendung Twitter, sondern vielmehr des praktischen Nutzens von Twitter. Clive Thompson nennt den Artikel mit gutem Grund “How Twitter Creates a Social Sixth Sense“. Wer jetzt neugierig geworden ist wie dieser sechste Sinn sich ausdrückt, sollte den Beitrag ansurfen und ihn lesen. Bei dem Versuch den Text zusammenzufassen würde zuviel verloren gehen. Obwohl der Artikel den Erfahrungen mit der verteilten Zusammenarbeit unterstützt durch Twitter von Dr. Christian Spannagel (pädagogische Hochschule Ludwigsburg) und mir gleicht. Schön das die “Tweethearts, Princes of Twitter and Kings of the Web”(twitter.com/PickiHH) auf der ganzen Welt dasselbe erleben und empfinden.

Ich kann jedem Twitter und die beiden Berichte empfehlen!

Beste Grüße Euer Mostafa Akbari

P.S. Bei fragen schreibt mir einfach eine eMail: akbari|RundesA]informatik.rwth-aachen.de