Re-Design L²P

Das Lehr- und Lernportal L²P wurde 2008 als zentrales, hochschulweites Lernmanagementsystem in Betrieb genommen. Ziel war es, ein möglichst breit genutztes Portal zu etablieren. Im Vordergrund stand daher, die Bedürfnisse der Dozierenden bestmöglich zu unterstützen und ihnen die Nutzung so einfach wie möglich zu machen. Die L²P-Nutzungsstatistiken zeigen, dass diese Strategie funktioniert hat. Blended Learning ist heute fester Bestandteil des Lehrbetriebs an der RWTH Aachen.

poster-talk-lehreMit der aktuellen Weiterentwicklung und Verbesserung von L²P vollziehen wir den nächsten Schritt. Das Konzept für das Re-Design stellt die Lernerfahrung der Studierenden in den Fokus und ermöglicht ihnen selbstständiges, selbstorganisiertes, kollaboratives und mobiles Lernen bei verbesserter Benutzerfreundlichkeit. Zudem lässt sich die appbasierte, modular aufgebaute Plattform durch Integration von Drittsystemen leicht erweitern, sodass veranstaltungsspezifische Blended Learning-Szenarien optimal unterstützt werden.

Beim Re-Design der Plattform wurden die Nutzer_innen eng in den Prozess der Konzeptentwicklung und Umsetzung eingebunden. In zahlreichen Workshops, Interviews, Usability Studien, User Tests und einer Pilotphase im SS 2014 (20 Kurse) wurden sie beteiligt und konnten ihre Wünsche und Anregungen einbringen.

Das Konzept folgt sechs Grundideen, die sich in verbesserten oder neuen Werkzeugen widerspiegeln:

Usabilityconcept-slide1

Beim Design der neuen Lernräume wurde großer Wert auf eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit gelegt. Die Gestaltung der Aktionen ist konsistenter, zudem sind sie an zentraler Stelle gebündelt. Insbesondere das Hoch-/Herunterladen von Dokumenten wurde durch eine Drag&Drop-Option vereinfacht.

Personalisierung

App-basierte, individuell konfigurierbare Dashboards ermöglichen die Gestaltung einer personalisierten Lernumgebung, vergleichbar der Personalisierung des eigenen Smartphones/Tablets. Die Nutzer_innen entscheiden selbst über die Informationen, die ihnen angezeigt werden, indem sie selbständig Web-Apps aus einem App-Store zum Dashboard hinzufügen und anordnen.

screenshot-dashboard-new-l2pKollaboration

Studierende können nun innerhalb eines Lernraums selbstständig Gruppen bilden und in eigenen Arbeitsbereichen zusammenarbeiten, bspw. um Übungsaufgaben zu lösen, Projekte zu bearbeiten oder sich gemeinsam auf Prüfungen vorzubereiten.

Erweiterbarkeit

Die neue L²P-Generation ist eine offene Plattform, zu der jeder beitragen kann. Die Funktionalitäten der Plattform stehen als Web-Apps zur Verfügung. Interessierte Entwickler können die L²P-APIs nutzen, um selbstständig zusätzliche Apps zu programmieren, die dank einer modularen Architektur leicht ins System integriert und hochschulweit verfügbar gemacht werden können. Auch die Integration von Drittsystemen ist möglich über ein Ticketing-System, das die Authentifizierung regelt. Veranstaltungsspezifische Blended Learning-Szenarien können so optimal unterstützt und die Plattform sukzessive erweitert werden.

Mobilität

Eine mobile Ansicht der Plattform sorgt für bessere Nutzbarkeit auf mobilen Endgeräten. Im SS 2015 kommen mobile Apps hinzu, die Studierende unter Benutzung der verfügbaren APIs auch selbst entwickeln und im L²P-Appstore veröffentlichen können.

Reflexion

Nun standardmäßig verfügbare elektronische Selbsttests ermöglichen die selbstständige Kontrolle des eigenen Lernstands und bieten individuelles Feedback. Weitere Assessment-Werkzeuge (bspw. Peer Reviews) und Apps werden folgen, die mit Analysen, interaktiven Visualisierungen, Benachrichtigungen und intelligenten Empfehlungen die Nutzer_innen dabei unterstützen, ihre individuellen Lehr- und Lernerfahrungen zu reflektieren und ihr Lehr- bzw. Lernverhalten zu optimieren. Geplant ist zudem ein L²P-Assessment-Toolkit, das Dozierenden helfen wird, den Assessment-Workflow zu modellieren, die geeignete Assessment-Methode auszuwählen und die Ergebnisse in einem GradeBook zu verwalten. Studierenden werden Leistungserwartungen transparent angezeigt und sie können ihren Leistungsstand jederzeit überprüfen.

Architektur

L2P-Architecture

Übersicht über die Architektur der neuen L²P-Generation

Die Architektur des re-designten L²P setzt auf dem bisherigen System auf (s. Abb. 3). Wie bisher ist L²P mit dem CAMPUS-Informationssystem integriert und stellt in den virtuellen Kursräumen verschiedene Funktionalitäten zur Verfügung, z.B. E-Mails, Ankündigungen, Lernmaterialien, Literatur, eTests oder Diskussionsforum.

Neu sind hingegen mit Web-Apps personalisierbare Dashboards, virtuelle Gruppenarbeitsräume, die innerhalb und außerhalb von Kursräumen genutzt werden können, und ein App-Store, der neben den Web-Apps für die Dashboards auch Apps für mobile Endgeräte anbietet. Für Web-Apps wie für mobile Apps stehen APIs und Webservices bereit, die von interessierten Nutzerinnen und Nutzern zur Entwicklung eigener Apps verwendet werden können.

 

Zeitplan

 

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Timeline zum Release-Plan

 

Neueste Aktivitäten

  • Vorstellung neue L²P-Generation beim „Talk Lehre“ (Juli 2014)
  • Vorstellung neue L²P-Generation beim „Workshop neues L²P“ (Juni 2014)
  • Programmierung mobiler Apps für das neue L²P in verschiedenen Studierendenprojekten als Test der L²P-API (Sommersemester 2014)
  • Pilotphase in 20 RWTH-Lehrveranstaltungen (Sommersemester 2014)
  • User-Tests für den Gruppenarbeitsbereich (Herbst/Winter 2013)
  • Verwendung des OAuth-Verfahrens für die RWTH-App, die auch auf Inhalte von L²P zugreift (ab November 2013)
  • Iterative User Tests mit Prototyp des neuen L²P (ab September 2013)
  • MOOC-Workshop: Wie bringen wir MOOCs an die RWTH? (Juli 2013)
  • Präsentation CiL & neues L²P beim Talk Lehre (Poster) (Juni 2013)
  • Bereitstellung von APIs und Webservices für das aktuelle L²P (Juli 2013)
  • „Mobile Learning Workshop“ zur Diskussion der Ausgestaltung des L²P-Appstores (Juni 2013)
  • Erfolgreiche Usertests mit UI-Prototyp (März 2013)
  • Implementierung der Basisfunktionalitäten (März-Juni 2013)
  • Konzeption der Gesamtarchitektur
  • Workshop mit Studierendenvertretern zur Erhebung von Anforderungen (Dezember 2012)

 

Ansprechpartner

Zentraler Ansprechpartner für das Re-Design von L²P ist Herr Harald Jakobs (80-21953).

Letzte Änderung: 13.08.2014

4 Antworten auf “Re-Design L²P”

  1. A.H. sagt:

    Hallo Team des CIL,

    ich bin Student an der RWTH Aachen und nutze das neu gestaltete L2P „www3.elearning.rwth-aachen.de/l2p“.
    Bei der großen Zahl an angemeldeten Lernräumen, wäre es möglich, genauso wie in der alten Version des L2P, eine Sortierfunktion nach Alphabet für die Lernräume einzufügen, sodass man den Lernraum, auf den man zugreifen möchte, schneller findet.

    Vielen Dank im Vorraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    A.H.

    • Harald Jakobs sagt:

      Hallo A.H.,

      das steht jetzt auf unserer Feature Request-Liste und wird möglichst bald kommen.

      Beste Grüße
      Harald Jakobs

  2. Talea Kreienbrock sagt:

    Hallo CIL-Team,
    auch ich benutze fleißig das neue L2P und komme damit eigentlich fast genauso zurecht wie mit dem alten. Nur wenn ich z.B. ein PDF aus den Lernmaterialien in einem neuen Tab im Browser öffnen möchte, gibt es Probleme, wenn ich das versuche, indem ich mit dem Mausrad klicke. Es öffnet sich zwar ein neuer Tab mit dem Dokument, der aktuelle Tab läd dann aber auch das Dokument, sodass ich dort erst auf „zurück“ gehen muss, um wieder bei den Lernmaterialien o.Ä. zu sein. Ich habe dann praktisch zwei Tabs mit dem Dokument, aber nicht mehr die ursprüngliche Seite. Damit ist die Funktion, etwas im neuen Tab zu öffnen, natürlich sinnlos geworden…
    Liegt das an meinem Browser (Chrome) oder meinen sonstigen Einstellungen oder am L2P?

    Viele Grüße,

    Talea Kreienbrock

    • Harald Jakobs sagt:

      Hallo Frau Kreienbach,

      bei uns taucht der Fehler nicht auf, d.h. das Dokument wird NUR im neuen Tab geöffnet, wenn man das Mausrad nutzt. Bitte überprüfen Sie einmal die Belegung Ihrer Mausfunktionen. Diese lassen sich einstellen. Evtl. müssen Sie das aktualisieren.

      Beste Grüße
      Harald Jakobs

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